Aktuelles


2025

Mai

Jugendfeuerwehr Rüppurr feiert Sieg beim Brennballturnier

Am Samstag, den 24.05.2025 stand das erste Brennballturnier der Jugendfeuerwehr Karlsruhe an. Mit bester Vorbereitung nach einigen Trainingseinheiten traten gleich zwei Teams der Jugendfeuerwehr Rüppurr mit brennendem Ehrgeiz gegen 13 andere Teams aus den verschiedenen Karlsruher Jugendfeuerwehren an.

Bereits am frühen Morgen versammelten sich die ersten Teilnehmenden auf dem Sportplatz des VfB Grötzingen. Die Sonne strahlte vom Himmel, was die Stimmung zusätzlich aufhellte. Ein buntes Treiben herrschte auf dem Gelände: Vor den Spielfeldern wurden Teamtrikots ausgepackt, Bälle geworfen und motivierende Laute angestimmt. So viel vorweg: Die Teams hatten nicht nur den Willen zu gewinnen, sondern auch jede Menge Spaß!

Das Turnier startete pünktlich um 10 Uhr und schon bald zeigten unsere beiden Teams, was in ihnen steckt. Ihre ersten Spiele konnten sie souverän gewinnen. Mit einer beeindruckenden Teamleistung und sehenswerten Spielzügen machten sie ihren Gegnern das Leben schwer. Positives Feedback gab es zu jeder Pause von den Betreuenden, die stolz auf die tollen Leistungen ihrer Schützlinge waren.

Nach der Gruppenphase ging es weiter in die Finalrunden, welche nach Gruppenplatzierung gestaffelt wurden. Nach einem spannenden Schlagabtausch erreichte eines unserer beiden Teams einen hervorragenden 11. Platz.

Aber damit nicht genug! Für unser zweites Team stand das Halbfinale gegen einen Gruppensieger aus einer anderen Gruppe an. Gegen ein starkes Team aus Aue mussten sie alles geben. In einem packenden Duell, das die Zuschauenden auf den Rängen in Atem hielt, schafften es die Rüppurrer Jugendlichen sich erneut durchzusetzen und schlussendlich ins Finale einzuziehen.

Im großen Finale kam es dann zum Showdown gegen die Jugendfeuerwehr Grünwinkel. Beide Mannschaften hatten bis hierhin großartige Leistungen gezeigt, doch am Ende war es die Jugendfeuerwehr Rüppurr, die das Spiel mit 47:22 gewann und den Turniersieg perfekt machte. Jubelnde Kinder und stolze Eltern – die Freude war grenzenlos.

Mit Pokal in der Hand feierten die Jugendlichen ihren Sieg. Es war ein Tag voller Sport, Freundschaft und unvergesslicher Erinnerungen. Ein großes Dankeschön geht an alle Unterstützenden und Helfenden, die diesen Tag möglich gemacht haben.

2024

Juli

Erfolgreiche Abnahme der Leistungsspange für die Jugendfeuerwehr Rüppurr

Eine nicht ganz alltägliche Prüfung stand für eine gemischte Gruppe, bestehend aus mehreren Mitgliedern verschiedener Jugendfeuerwehren, am 06. Juli an:

Acht Jugendliche aus Rüppurr, ein Jugendlicher aus Bulach sowie ein weiterer Jugendlicher aus Walzbachtal stellten sich in Remseck am Neckar bei Ludwigsburg der womöglich anspruchsvollsten Prüfung in ihrer Zeit als Jugendfeuerwehrangehörige, nämlich dem Erwerb der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr, an welcher 25 Gruppen aus ganz Baden-Württemberg teilnahmen.

Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung für ein Mitglied der Deutschen Jugendfeuerwehr und bildet für viele Jugendliche den Höhepunkt zum Ende ihrer Jugendfeuerwehrzeit.

An dieser Prüfung können alle Jugendfeuerwehrangehörigen zwischen 15 und 18 Jahren teilnehmen, sofern sie seit mindestens einem Jahr Mitglied in einer Jugendfeuerwehr sind.

Die Jugendlichen müssen als Gruppe in verschiedenen Disziplinen ihr Wissen und Können unter Beweis stellen, wobei sich die Prüfungen in einen sportlichen und einen feuerwehrtechnischen Teil gliedern. So muss ein Staffellauf über 1.500 Meter in möglichst schneller Zeit absolviert und die sportlichen Fähigkeiten beim Kugelstoßen unter Beweis gestellt werden, bei welchem eine 4kg schwere Kugel möglichst weit gestoßen werden muss.
Außerdem gilt es einen mustergültigen Löschangriff mit Aufbau einer Saugleitung und entsprechender Befehlsgebung vorzuführen, eine Fragerunde mit Themen aus Gesellschaft, Politik, Feuerwehr und Allgemeinwissen zu bestehen sowie die sogenannte Schnelligkeitsübung zu meistern, bei welcher mehrere Feuerwehrschläuche äußerst schnell und ohne Verdrehung über eine Strecke von 120 Metern verlegt werden müssen.

Zudem wird auch der allgemeine Gesamteindruck der Gruppe bewertet, welcher zum Bestehen unabdingbar ist.

Die intensive Vorbereitung unter Leitung der Jugendbetreuer Nico Christoph und Jonathan Bernhard über drei Monate hat sich für die Jugendlichen ausgezahlt – allen wurden im Anschluss an die anstrengenden und fordernden Prüfungen feierlich die Urkunden und – noch viel wichtiger – die Leistungsspangen im Rahmen des Feuerwehrfestes im Gerätehaus der Feuerwehr Remseck durch den Abnahmeberechtigten Frank Luckenbach überreicht – eine herausragende Leistung aller Beteiligten!

Ein besonderer Dank gilt Felix Leuser und dem Turn- und Sportverein 1874 Rüppurr e. V. auf deren Gelände wir jeden Montag ausgiebig trainieren konnten. Ohne diese Unterstützung wäre eine solch zielführende Vorbereitung nicht möglich gewesen.

April

Großeinsatz für die Jugendfeuerwehren Rüppurr und Bulach

Am letzten Aprilwochenende stand für die Jugendlichen das erste Highlight des Jahres 2024 auf dem Programm: einmal eine Schicht erleben, wie sie als Angehöriger einer Berufsfeuerwehr denkbar wäre.

Die Jugendlichen aus beiden Abteilungen waren 24 Stunden lang gemäß dem Alltag bei der Berufsfeuerwehr „im Dienst“ und arbeiteten eigenständig verschiedenste Einsatzszenarien in Rüppurr und Bulach ab.

Pünktlich um 09.00 Uhr traten 22 hochmotivierte und auf den Tag gespannte Jugendliche zum Dienstbeginn im Hof an. Nach der Fahrzeugübernahme, dem Bezug der Feldbetten und der Geräteprüfung ertönte auch schon zum ersten Mal die Alarmdurchsage – Auslösung einer Brandmeldeanlage. Rasch warfen sich die Jugendlichen in ihre Uniformen und stiegen in die alarmierten Fahrzeuge. Innerhalb kürzester Zeit war die Einsatzstelle erreicht – Fehlalarm. Auch das gehört zum Alltag der Feuerwehr.

Am frühen Vormittag dann der erste Großeinsatz: Rauchentwicklung im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Rüppurr. Nach einer schnellen Lageerkundung konnte festgestellt werden, dass es sich um einen Kleinbrand auf dem Vorhof und einen ausgedehnten Kellerbrand handelte, bei welchem mehrere Personen vermisst wurden.
Ein Trupp bekämpfte das Feuer im Freien mit einem Schnellangriff, zwei Trupps rückten zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in den mittels einer Nebelmaschine vollständig verrauchten Keller vor, in welchem kaum mehr die Hand vor Augen sichtbar war. Die „Feuer“ konnten rasch und souverän von den Jugendlichen gelöscht und die vermissten Personen gerettet werden.

Nach dem wohlverdienten Mittagessen wurden die Jugendfeuerwehren zusätzlich durch das Jugendrotkreuz Oberreut mitsamt einem voll ausgestatteten Rettungswagen und 10 Jugendlichen verstärkt.

Insgesamt konnten somit 32 (!) Jugendliche ihr Können unter Beweis stellen, organisationenübergreifend viele neue Kontakte knüpfen und gemeinsam verschiedenste Aufgaben bewältigen.

Die Jugendlichen wurden durch die eigens eingerichtete Leitstelle am Nachmittag erneut alarmiert: Verkehrsunfall mit Gefahrgut – alle Fahrzeuge rücken aus! Vor Ort mussten sich die Jugendlichen zusätzlich zu ihrer Uniform mit weiterer Schutzausrüstung ausstatten und retteten zwei bewusstlose, in ihren Fahrzeugen eingeklemmte Personen. Parallel dazu sicherten andere Trupps die Einsatzstelle ab, stellten den Brandschutz sicher und versorgten die geretteten Personen gemeinsam mit dem Rettungsdienst.

Am Abend kehrte ein wenig Ruhe ein – jedenfalls so lange, bis alle Jugendlichen zu einem Sondereinsatz alarmiert wurden: Vermisste Personen im Oberwald. Am Einsatzort angekommen wurde ein Einsatzleitwagen eingerichtet und die Jugendlichen in drei Trupps, jeweils ausgestattet mit Taschenlampen, Karten und Funkgerät, aufgeteilt. Die Jugendlichen, welche in verschiedene Richtungen ausschwärmten, konnten die versteckten Hinweise richtig deuten und die vermissten Jugendleiter dadurch schnell gefunden und sicher aus dem finsteren Wald gerettet werden.

Der rundum gelungene 24-Stunden-Dienst mit insgesamt 12 Einsätzen wurde am nächsten Morgen mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet gebührend besiegelt.

Besonders bedanken möchte sich die Jugendleitung bei der evangelischen Kirchengemeinde Rüppurr für die Öffnung von Tür und Tor als Einsatzorte sowie allen Unterstützenden aus den Einsatz- und Altersmannschaften, ohne welche eine solche Aktion überhaupt nicht möglich gewesen wäre. Dies gilt insbesondere für die Kameradinnen und Kameraden der Abteilung Bulach und die Verantwortlichen des Jugendrotkreuz Oberreut. Vielen Dank für die fantastische Zusammenarbeit!

2023

Oktober

Einweihung des neuen Jugendraums der Freiwilligen Feuerwehr Rüppurr

Nach rund 2,5 Jahren Bauzeit in nahezu vollständiger Eigenleistung konnten am 28.10.2023 endlich die neuen Räumlichkeiten der Jugendfeuerwehr Rüppurr eingeweiht werden.

Die Arbeiten im Dachgeschoss des Vorderhauses in der Lange Straße begannen mit einer ersten Besichtigung am 10.03.2021. Bereits kurze Zeit später wurde aufgrund des Zustandes der Räumlichkeiten beschlossen, statt einer bloßen Renovierung eine aufwändige Komplettsanierung durchzuführen.

Abgesehen von tragenden Elementen wurden die Räume vollständig entkernt.

Sage und schreibe 8 Tonnen (!) Bauschutt, welche größtenteils durch den Ab- und Einriss nahezu aller Decken und Wände entstanden sind, wurden in großen Kübeln durch viele Helfer*innen mit Muskelkraft heruntergetragen und fachgerecht entsorgt.

Im Anschluss hieran wurde das Dach neu gedämmt, sowie die Unterkonstruktion für neue Decken und Wände montiert, welche zeitnah eingezogen und verspachtelt wurden. Die 281 Rigips-Platten wurden unter viel Schweißvergießen ebenfalls per Muskelkraft in das Dachgeschoss befördert. Der Satz “Runtertragen ging irgendwie leichter…” fiel hierbei nicht nur ein Mal.

Besonders herausfordernd war es, den über die Jahre doch recht uneben gewordenen Boden in der Höhe auszugleichen. Die höchste auszugleichende Stelle betrug ca. 18cm. Wer hätte es gedacht – auch die 128 Säcke mit je 50l Trockenschüttung wurden unter hochsommerlichen Temperaturen mühsam hochgetragen – oder sollte man mittlerweile von hochschleppen sprechen?

Besonderen Wert wurde darauf gelegt, die alten Holzbalken wieder freizulegen. Diese wurden händisch gereinigt, geschliffen und lasiert.

Außerdem wurden eine große Leinwand und ein Beamer beschafft, eine Film-Ecke mit Soundanlage eingerichtet und von den Betreuer*innen ein Paletten-Sofa selbstgebaut, welches zum Verweilen einlädt. Ebenso steht den Jugendlichen ein Tischkicker für spannende Duelle zur Verfügung.

Auch die Betreuer*innen haben ein eigenes Büro erhalten, in welchem bereits fleißig das Jahr 2024 geplant wird.

All diese Arbeiten sowie die Endarbeiten wie das Tapezieren und Streichen, das Installieren der Technik, das Anbringen diverser Dekorationen sowie der Umzug der Spinde wurden in über 1.200 Arbeitsstunden erbracht. Alles ehrenamtlich und ohne Vergütung!

Mit dem neuen Jugendraum steht den inzwischen fast 20 Jugendlichen nunmehr ein moderner Treffpunkt zur Verfügung, in welchem theoretische Ausbildungsinhalte vermittelt, neue Kontakte geknüpft und gepflegt sowie viele weitere Angebote genutzt werden können.

Baumpflanzaktion der Jugendfeuerwehr Karlsruhe

Neben der feierlichen Eröffnung des neuen Jugendraums konnte endlich nach mehrmaliger witterungsbedingter Terminverlegung die Baumpflanzaktion der Jugendfeuerwehr Karlsruhe stattfinden.

Rund 100 Jugendliche aus allen Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe pflanzten unter dem Motto “Hier wächst Zukunft” anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in einem Waldstück nahe Karlsruhe-Hagsfeld und 1.200 Bäume auf einer großen Fläche – das waren sogar mehr Bäume als ursprünglich geplant.

Indes zahlt sich die aufwändige Jugendarbeit aus: Insgesamt fünf Jugendliche werden im kommenden Jahr an die aktive Einsatzmannschaft herangeführt und in den dortigen Übungsdienst integriert, sodass diese nach Abschluss des Grundlehrgangs als sehr gut ausgebildete Einsatzkräfte für den alltäglichen Einsatzdienst der Feuerwehr zur Verfügung stehen werden.

September

Erste Hilfe und RescueDAYS

Oh nein, die Sommerferien sind schon wieder rum! – Dies wird wohl einigen Jugendlichen Anfang September durch den Kopf gegangen sein. Hiermit endete jedoch auch die große Sommerpause der Aktivitäten der Jugendfeuerwehr Rüppurr. Wenn dies kein Grund zur Freude ist?

Nachdem die Jugendlichen bereits im Frühjahr ihre Grundkenntnisse im Bereich der Ersten Hilfe vertiefen und praktisch zur Anwendung bringen konnten, wurden diese jetzt zügig wiederaufgefrischt. Auf dem Übungsplan stand nämlich eine Einsatzübung mit dem Jugendrotkreuz Rüppurr an.

Die Jugendlichen beider Organisationen arbeiteten hierbei verschiedene Einsatzlagen wie die Profis Hand-in-Hand ab. Es galt mehrere verletzte Personen nach einem Verkehrsunfall und bei einem Gebäudebrand zu retten und entsprechend zu versorgen.

Die gemeinsame Einsatzübung stellt eine weitere Ausbaustufe der Partnerschaft der Jugendfeuerwehr und des Jugendrotkreuz Rüppurr dar, welche einen wichtigen Grundpfeiler in der Jugendarbeit bildet.

Neben Wissensvermittlung in Theorie und Praxis stehen natürlich auch Ausflüge und das Teambuilding auf dem jährlichen Programm.

So besuchte die Jugendfeuerwehr Rüppurr vor Kurzem die Veranstaltung „rescueDAYS“ am Bostalsee (Saarland). Die internationalen rescueDAYS sind die weltweit größte Ausbildungsveranstaltung für technische Hilfeleistung und finden seit 20 Jahren an wechselnden Veranstaltungsorten in Deutschland statt. Parallel lud der dortige Landkreis zu dessen Feuerwehrtage ein – mitsamt großer Ausstellungsfläche vieler Feuerwehraussteller.

Die Jugendlichen konnten dank des Engagements eines Kameraden der aktiven Einsatzmannschaft exklusive Einblicke in die Veranstaltung gewinnen, bei welcher Feuerwehrangehörige aus aller Welt teilnahmen.

Während die Jugendbetreuer rege grübelten, wie man es denn am besten einfädeln könne, ein Bild mit den Jugendlichen und dem ein oder anderen bekannten Gesicht aus TV und SocialMedia zu ergattern, wollten die Jugendlichen nicht lange auf die bürokratische Ausarbeitung einer Lösung warten und nahmen das Unterfangen schlicht selbst in die Hand – mit Erfolg. Lediglich die Jugendbetreuer wurden vergessen… Das Bild mit dem Feuerwehrmann aus der Serie „Feuer und Flamme“ dürfte dennoch künftig den Jugendraum schmücken.

Zum Abschluss des Tages traten die Jugendlichen noch gegen zwei Jugendbetreuer im benachbarten Fußball-Golf-Park an, bevor es wieder zurück nach Hause ging. Wer wohl gewann?

Natürlich kehrten die Jugendlichen nicht ohne Andenken nach Rüppurr zurück – im Gepäck landete ein Plüsch-Grisu. Grisu? Genau, der bekannte und beliebte TV-Charakter hat sich seinen Traum erfüllt und ist wirklich Feuerwehrmann geworden und sammelt unter dem Motto „Grisu hilft“ eifrig Spenden für den guten Zweck.

Juli

24-Stunden-Dienst / Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Rüppurr

Rauch aus Gebäude – so lautete eines der ersten Alarmstichworte für die Jugendfeuerwehr Rüppurr im Rahmen ihres 24-Stunden-Dienstes. Hierbei waren die Jugendlichen 24 Stunden lang, vom 15.07.2023 bis zum 16.07.2023, gemäß dem Alltag bei der Berufsfeuerwehr „im Dienst“ und arbeiteten eigenständig verschiedenste Einsatzszenarien in Rüppurr ab.

Pünktlich um 08.00 Uhr traten 13 Jugendliche zum Dienstbeginn im Hof an. Nach Fahrzeugübernahme, Bezug der Feldbetten und Geräteprüfung ertönte auch schon zum ersten Mal die Alarmdurchsage – Auslösung einer Brandmeldeanlage. Rasch warfen sich die Jugendlichen in ihre Uniformen und stiegen in die alarmierten Fahrzeuge. Nach wenigen Augenblicken war die Einsatzstelle erreicht – Fehlalarm. Auch das gehört zum Alltag der Feuerwehr.

Am frühen Vormittag dann der erste Großeinsatz: Rauch aus Gebäude im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Rüppurr. Nach einer schnellen Lageerkundung konnte festgestellt werden, dass es sich um einen Kellerbrand handelte, bei welchem mehrere Personen vermisst wurden. Zwei Trupps gingen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in den – mittels einer Nebelmaschine vollständig verrauchten Keller – vor, in welchem kaum mehr die Hand vor Augen sichtbar war. Das „Feuer“ konnte rasch und souverän von den Jugendlichen gelöscht und die zwei vermissten Personen gerettet werden.

Geplant und durchgeführt wurde das „Event des Jahres“ durch ein 15-köpfiges Organisations- und Vorbereitungsteam, welches es sich nicht nehmen ließ, die Jugendlichen gehörig herauszufordern, ohne sie dabei zu überfordern.

So gab es neben den anspruchsvollen Brandeinsätzen auch einige Einsätze aus dem Bereich technische Hilfeleistung: Alarmeinsatz – Tierrettung! Zielstrebig und sicher in der Handhabung sämtlicher Gerätschaften und Einsatzwerkzeuge retteten die Jugendlichen mit Hilfe einer Steckleiter ein verzweifeltes, hilfloses (Stoff-)Schwein von einem Baum und übergaben es dem sichtlich besorgten Eigentümer.

Gerade erst zurück am Gerätehaus ertönten aus den Lautsprechern direkt wieder neue Einsatzdetails: Verkehrsunfall mit Gefahrgut in Rüppurr – alle Fahrzeuge rücken aus! Vor Ort mussten sich die Jugendlichen zusätzlich zu ihrer Uniform mit weiterer Schutzausrüstung ausrüsten und retteten zwei bewusstlose, in ihren Fahrzeugen eingeklemmte Personen. Parallel dazu sicherten andere Trupps die Einsatzstelle ab, stellten den Brandschutz sicher und versorgten die geretteten Personen mit gefestigten Erste-Hilfe-Kenntnissen.

Am Abend kehrte ein wenig Ruhe ein, jedenfalls so lange, bis die eigens eingerichtete Leitstelle alle Jugendlichen um 21.00 Uhr zu einem Sondereinsatz alarmierte: Vermisste Person in Rüppurr. Für die Jugendfeuerwehr keine große Herausforderung, die vermisste Person wurde durch die Jugendlichen „schneller als die Polizei erlaubt“ unverletzt aufgefunden.

Der rundum gelungene 24-Stunden-Dienst mit insgesamt 10 Einsätzen wurde am nächsten Morgen aus Anlass des 16. Geburtstages eines Jugendlichen mit einem Geburtstagsständchen und -kuchen gebührend besiegelt.

Besonders bedanken möchte sich die Jugendleitung der Abteilung Rüppurr bei der evangelischen Kirchengemeinde Rüppurr und dem Kleingartenverein Forstlach e. V. für die Öffnung von (Garten-)Tür und Tor als Einsatzorte sowie den Unterstützer*innen der aktiven Einsatzmannschaft und weiteren Helfer*innen, ohne welche eine solche Aktion überhaupt nicht möglich gewesen wäre.

Februar

Jugendfeuerwehr Rüppurr startet in das Jahr 2023

Nach Durchführung der Jugendjahreshauptversammlung und einer ersten Übungseinheit mit dem Thema “Organisation der Feuerwehr Karlsruhe” starteten die Jugendlichen mit dem ersten größeren Block in die neue “Übungssaison”.

In einer gemeinsamen Übungseinheit mit dem Jugendrotkreuz Rüppurr, konnten die Jugendlichen ihre Grundkenntnisse im Bereich der Ersten Hilfe theoretisch vertiefen und direkt praktisch in verschiedenen Stationen zur Anwendung bringen.

Die Jugendlichen des Rotkreuz Rüppurr konnten hierbei ihre bereits erworbenen Kenntnisse in den Themenpunkten “stabile Seitenlage” und “Verbände” an die Jugendlichen der Feuerwehr Rüppurr weitergeben.

Darüber hinaus wurden den Jugendlichen die Grundlagen einer Reanimation sowie des – für Ersthelfer und Rettungskräfte wichtigen – Rautegriffs nahegebracht.

Um zwischen den Jugendlichen einen intensiven und auch für die Zukunft tragfähigen Austausch anzuregen, möchten die Verantwortlichen der Jugendfeuerwehr Rüppurr und des Jugendrotkreuz Rüppurr ihre Zusammenarbeit über das Jahr verteilt in weiteren Übungseinheiten ausweiten und vertiefen. So wird beispielsweise das Jugendrotkreuz Rüppurr die Freiwillige Feuerwehr Rüppurr besuchen kommen, auch ist eine gemeinsame Einsatzübung geplant.

2022

August

Besuch des Post Südstadt Karlsruhe e. V. bei der freiwilligen Feuerwehr Rüppurr

Rund 20 Kinder im Alter zwischen 6 und 8 Jahren haben im Rahmen der Ferienbetreuung des PSK am Dienstag den 16. August die freiwillige Feuerwehr Rüppurr besucht.

Neben einer Fahrzeugführung konnten die Kinder gruppenweise das Absetzen eines Notrufes sowie das Verhalten im Brandfall üben.

Auch konnten die Kinder erleben, wie wenig man in einem verrauchten (hier mit Hilfe einer Nebelmaschine vernebelten) Raum sieht und wie die Feuerwehr in einem Brandfall vorgeht.

Natürlich kam der Spaß nicht zu kurz – so konnten die Kinder ihre Fähigkeiten an Wasserspritzspielen unter Beweis stellen.

Highlight des Besuches war die abschließende Brandvorführung anhand verschiedener Materialien.

An dieser Stelle möchte sich die freiwillige Feuerwehr Rüppurr nochmals herzlich für die großzügige Spende des PSK bedanken!

Juli

Zeltlager der Jugendfeuerwehr der Stadt Karlsruhe

Mit viel Vorfreude im Gepäck machten sich am Samstag den 30. Juli rund 70 Jugendliche und 20 Betreuer nebst Organisations- und Küchenteam auf den Weg in das circa 250 km entfernte Münnerstadt (Bayern).

Unter den Teilnehmer*innen befanden sich sechs Jugendliche und vier Betreuer*innen aus dem Kreis der freiwilligen Feuerwehr Rüppurr. Eine weitere Kameradin hat sich im Organisationsteam engagiert.

Nach Ankunft, Aufbau und Bezug der kleinen Zeltstadt galt es bei höchst sommerlichen Temperaturen eine geeignete Möglichkeit zur Abkühlung zu schaffen. So wurden kurzerhand zwei Pools aufgeblasen und mit Wasser gefüllt.

Nach dem Eröffnungsgottesdient am nächsten Vormittag stand ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm für die kommenden 6 Tage auf der Agenda.

So konnten die Jugendlichen in diversen Lagerspielen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und in abendlichen Casino-Spielen ihr Glück beim Gewinnen von Süßigkeiten versuchen.

Auch außerhalb des Zeltplatzes „An der Zent“ gab es viel zu entdecken:

Neben einer – mit kniffligen Aufgaben gespickten – Wanderung, einer spannenden Stadtrallye und einem Besuch im Schweinfurter Freibad galt es, die nächstgelegene Eisdiele ausfindig zu machen. Ebenso wurde der
„Wild-Park Klaushof“ mit einer kleinen Gruppe besucht.

Eines der zwei Highlights des Zeltlagers war der Besuch im Hochseil-„Klettergarten am See“, bei welchem sich die Jugendlichen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden verschiedenen Parcours annehmen konnten.
Das zweite Highlight stellte die Besichtigung der freiwilligen Feuerwehr Münnerstadt, mitsamt Führung durch deren Gerätehaus im Stadtkern und Vorführung der Fahrzeuge sowie der Drohnenstaffel, dar.

Nach einer Woche voller spannender Aktivitäten, neuer Erfahrungen und dem Knüpfen neuer Freundschaften – welche kurz vor Abfahrt durch den hektischen Austausch von Telefonnummern besiegelt wurden – ging es in Feuerwehr-Kolonne zurück nach Karlsruhe.

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