Chronik

Gründung mit Mühen und finanziellen Sorgen

Am 26. Juni 1870 entschlossen sich 95 vorausschauende Männer im damaligen Rathaus zu Rüppurr zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr, um auf freiwilliger Basis die häufig vorkommenden Brände als geschlossene Einheit wirksamer bekämpfen zu können. Der letzte Anstoß zur Gründung war ein am Pfingstsonntag, nachmittags 3 Uhr, ausgebrochener Brand. Bei diesem Feuer im Wohnhaus der Witwe Johann Kornmüller, Ecke Stockgäßchen und Lützowstraße. Zweck und Ziel ihrer Aufgaben war es, den Rüppurrern, aber auch den Nachbarorten in Wasser- und Feuersnot zu helfen.
Von der „Spar- und Leihkasse Rüppurr“ musste der Verwaltungsrat ein Darlehen aufnehmen, um die ersten Anschaffungen für Geräte bestreiten zu können.
Die weiteren Ausgaben für die Wehr wurden von den Mitgliedsbeiträgen bestritten. Die Gemeinde übernahm später die Anschaffung von Ausrüstung und Geräten.
Unter Kommandant Leonhard Seeger ging es an die Arbeit, die ungeübten Männer an den Geräten auszubilden. Bereits im Jahre 1872 konnte die Wehr zeigen, dass sie auch schwere Aufgaben zu bewältigen in der Lage war: Durch sofortigen Einsatz konnte die Hochwassergefahr durch die übergetretene Alb gebannt werden.
Nach vier Jahren war es der Feuerwehr gelungen, mit vielen finanziellen Sorgen und Mühen, eine Fahne zu beschaffen. Im Sommer 1874 wurde im festlich geschmückten Schlosshof die Fahnenweihe begangen. Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurde die Fahne von einem Feuerwehrkameraden vergraben und so gerettet. Es ist dieselbe Fahne, die die Feuerwehr noch heute als Symbol der Zusammengehörigkeit besitzt!
Als im Juli 1883 der Zimmermann und Gemeinderat Jakob Hohn zum Kommandanten gewählt wurde, stieg die Zahl der Mitglieder an. Die Leistungsfähigkeit des Korps wurde immer größer, und so konnten die bestehenden Hilfsmannschaften nach 1900 wegfallen. Die Feuerwehr konnte ihre Selbstständigkeit und Tüchtigkeit auch mehrmals bei ihren Einsätzen unter Beweis stellen.
Das 15-jährige Stiftungsfest 1885 bildete einen Höhepunkt der jungen Feuerwehr. Am 23. Juni wurde auf dem Festplatz im Schlosshof zu Klein-Rüppurr unter der Anwesenheit von Minister Freiherr von Bodmann als Vertreter der Großherzoglichen Regierung das Jubiläum festlich begangen.

Lang erwünschtes Gerätehaus bei der alten Schule

Bei der anlässlich des 250 jährigen Stadtjubiläums von Karlsruhe durchgeführten Schauübung der Karlsruher Freiwilligen Feuerwehr am 18. September 1965 hat auch die Rüppurrer Wehr teilgenommen.
Nach jahrelangen Bemühungen wurde im Jahre 1969 endlich die längst benötigte Fahrzeughalle im Hof des alten Schulhauses, in der Lange Straße, erstellt. Dieses war zwei Jahre zuvor der Rüppurrer Feuerwehr zu Verfügung gestellt worden.
Nach jahrelangen Verhandlungen wurde im Juli 2000 mit dem Umbau des Feuerwehrgerätehauses begonnen. Fehlende Umkleideräume, Duschen und Jugendfeuerwehrraum machten diese Umbaumaßnahme erforderlich. Hierbei konnten die Vorstellungen der Feuerwehr Rüppurr leider nicht voll berücksichtigt werden.

Die Karlsruher Feuerwehr besteht aus der Berufsfeuerwehr und 16 Abteilungen der Freiwillige Feuerwehr. In einer sogenannten Alarm und Ausrückeordnung ist festgelegt bei welchem Schadensereignis welche Einheiten zum Einsatz kommen. Die Abteilung Rüppurr wird gantägig zusätzlich zur Berufsfeuerwehr alarmiert. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden findet immer am 1. und 3. Donnerstag im Monat ein Übungsabend statt. Der Fahrzeugpark besteht zur Zeit aus 4 Fahrzeugen.
Zur Nachwuchsgewinnung und um Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten wurde bereits im Jahre 1968 eine Jugendfeuerwehr gegründet.

Neben den gesetzlichen Feuerwehraufgaben werden auch viele Aktivitäten in Rüppurr bzw. bei sportlichen Großveranstaltungen unterstützt. Hier seien beispielhaft das Maibaumfest, die Sonnwendfeier und die Verkehrsicherung beim Baden-Marathon genannt. Ohne das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr wären so manche Veranstaltungen in der heutigen Zeit nicht mehr durchführbar.

Im Juli 2000 begann man mit dem Umbau des Feuerwehrgerätehauses. Fehlende Umkleideräume, Duschen und Jugendfeuerwehrraum machten diese Umbaumaßnahme erforderlich.

2007 wurde ein neuer Schrank von der Schreinerei Kremmel in den Unterrichtsraum eingebaut. Dieser Schrank wurde erst möglich von zahlreichen Spenden von Firmen und Privatleuten. Vielen Dank an die zahlreichen Spender und an die Schreinerei Karsten Kremmel.

2009 wurde in die Fahrzeughalle eine Absauganlage eingebaut. Diese soll die entstehenden Abgase auffangen und in das Freie leiten. Die Schläuche sind an den Auspuffen der Fahrzeuge angebracht und werden beim verlassen der Fahrzeughalle automatisch abgeworfen.

Ende 2010 wurde im Unterrichtsraum eine Akkustikdecke durch die Firma Kantwerg eingebracht.

Im Frühjahr des Jahres 2012 bekam die Abteilung eine neue Beleuchtung im Unterrichtsraum, sowie im Flur des Feuerwehrhauses.

Mai 2013: Unser neues Staffellöschfahrzeug 10/6 der Firma MAN, mit Aufbau der Firma Ziegler ist bei uns eingetroffen.

Der neue Mannschaftstransportwagen (Mercedes Benz) konnte im August 2014 an uns übergeben werden.

Seit dem 01. September 2014 befindet sich die Abteilung Rüppurr im Ausrückegebiet 1, dies bedeutet sie wird zu allen Einsätzen rund um die Uhr im Einsatzgebiet alarmiert.

Im April 2015 wurde auch nun im Aufenthaltsraum eine Akkustikdecke durch die Firma Gipser Lutz eingebaut.

Der Jugendraum im Aufbau wurde im Mai 2016 mit neuen Spinden ausgestattet.

Umbau des Feuerwehrhauses auf energiesparende LED-Beleuchtung im September 2017.

Die Expressalarmierung zur schnelleren Alarmierung der Kameradinnen und Kameraden wurde am 30. September 2017 eingeführt.

Zur Sicherheit der Einsatzkräfte wurde das LF8/6 und StLF10/6 im Oktober 2017 mit einer neuen Refllektionsfolie beklebt.

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